Seitdem ich nicht nur selbst fotografiere sondern auch anderen Menschen das Fotografieren beibringe, werde ich täglich über die unterschiedlichsten Aspekte von guter Fotografie befragt. In diesem Blog soll es deshalb um meine persönlichen Sichtweisen und Meinungen rund um das Thema gehen.

Ich möchte einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen zu meinen Fotokursen oder dem Fotolehrgang, kurze und knackige Praxistipps geben und vielleicht auch den einen oder anderen philosophischen Ansatz in ein (leider oft) techniklastiges Thema einstreuen…

Wer ist der Fotograf Robert Pichler?

Wer bin ich?
Das wird sich wohl jeder Fotograf früher oder später fragen. Wie bei vielen begann es bei mir auch mit einer kleinen (damals Kodak Box) Kamera als Kind. Das Rumgeknipse war zwar lustig, hat aber auch schnell wieder abgeflaut (Film war teuer damals!).
Nach vielen Jahren und dutzenden Schachteln mit Tausenden Dia-Positiven (die nach der Aufnahme in Wahrheit kaum mehr wer zu Gesicht bekam) kam mir die Lust am Knipsen abhanden… nie hat mich jedoch die Lust an Ästhetik und schönen Bildern verlassen!

Es kam, wie es kommen musste – ich begann mich wieder mit Fotografie zu beschäftigen – nur diesmal wollte ich es GAAANZ genau wissen. Techniker, der ich aufgrund meiner Ausbildung im Bereich Kommunikationstechnik & Elektronik war, habe ich mich natürlich wie viele zuerst aufs Naheliegende gestürzt: ich brauch eine super tolle Kamera. Die Erkenntnis, dass es aber mehr auf die Objektive ankam als aufs Kameragehäuse, kam dann etwas später und als teurer Keulenschlag auf meine Geldbörse. 🙂

Fast-Forward:
Ich lebe und arbeite in den USA und lerne, lerne und lerne….fotografieren. Alles ist interessant, ich experimentiere, besuche Kurse, suche mir einen Mentor, beginne Photoshop zu lernen…..

….und erkenne langsam, dass Fotografie weit mehr ist, als tolle Kamera-Technik.
Wissen, Erfahrung, das “Sehen” und das Gespür machen es in Wahrheit aus.

Langsam kommt dann der Rutsch auch in die kommerzielle Fotografie und meine Rückkehr nach “good-old Austria” und die Absolvierung der Meisterprüfung (damals noch eine Notwendigkeit um als Profi-Fotograf arbeiten zu können).
Parallel hatte ich schon Jahre Fotografie unterrichtet. Ein wichtiger Bestandteil meines Lebens – ich gebe gerne Wissen und Erfahrung an andere weiter und ein ‘Aha’-Erlebnis meines Gegenübers macht einfach extrem Freude. 🙂

Ein neuer Abschnitt beginnt: Lightbox Academy

2010/2011: Die Gründung des Lightbox Project Studios. Endlich habe ich Platz, Ressourcen und Freiheit meine eigenen Ideen und Konzepte umsetzen zu können. 250 Quadratmeter, 2 getrennte Studiobereiche, jede Menge Profi-Blitzequipment von Hensel – Fotografen-Herz, was willst du mehr!?

Das Studio ermöglicht mir auch, meine eigenen Fotografen-Ausbildungen anbieten zu können und spezielle Foto-Workshops und Veranstaltungen rund um die Fotografie ausrichten zu können. Die Vermietung des Studios und die Veranstaltung von Ausstellungen haben für mich diesen “Creative Space”, wie man es neudeutsch bezeichnen könnte abgerundet.

Auch die analoge Fotografie auf Film und die Entwicklung in der Dunkelkammer hat mich seit den Kursen in den USA nie losgelassen. Als wesentlicher Bestandteil in der Fotografie öffent es einem manchmal die Augen, führt zurück zum Wesentlichen und zwingt zur Langsamkeit. Deshalb ist die Dunkelkammer auch nach wie vor ein Bestandteil meiner langfristigen Fotografie Ausbildungen.

Was fotografiere ich nun eigentlich?
Am liebsten natürlich die schönen Dinge – das kann Mode sein, wunderbare Beauty-Portraits für Magazine, aber auch die eleganten Linien eines Weinglases.
Somit liegt mein Schwerpunkt im Bereich Produkt- und Werbefotografie, was aber die gelegentliche Firmen-Eventreportage oder Fotoserien für Privatkunden natürlich nicht ausschließt.

Letztendlich kann ich nach vielen Jahren der beruflichen Veränderung ruhigen Gewissens sagen – ich bin angekommen und habe meine Berufung gefunden. Die breite Aufstellung durch Fotokurse, Fotoreisen und meine eigene Fotografie (Kundenprojekte wie auch freie Arbeiten die mir sehr wichtig sind für die persönliche Weiterentwicklung) bringen mir ausreichend Abwechslung damit ich den Spaß an der Sache nicht verliere. Die Gefahr besteht, daß ich mich schnell langweile und dann nach Neuem suche – das kann mir in der Fotografie mit ihren vielfältigen Facetten wohl nie passieren – so alt kann ich gar nicht werden. 🙂

Wenn du bis hierher gelesen hast, lässt die Vermutung aufkommen, dass du ähnlich tickst.
Ich freue mich darauf, meine Sichtweisen mit dir zu teilen – Feedback hier als Kommentar oder einfach auf der Lightbox Academy Facebook-Seite (www.facebook.com/lightboxacademyvienna) sind natürlich gerne gesehen und hilft mir auch bei der weiteren Themenwahl.

In diesem Sinne “die Welt ist voll von schlechten Bildern – lasst uns das ändern!”
Robert