Equipmentcheck – Reisefotografie

Flexibilität und leichtes Gepäck ist bei der Reisefotografie das Um und Auf.
Natürlich könnte man auf Nummer sicher gehen und einen 20kg Fotokoffer mit sich rumschleppen – das beginnt aber schnell zu nerven und außerdem ist man damit zu schwerfällig und langsam.
Daher ist die Auswahl der richtigen Ausrüstung entscheidend für den Spass an der Reisefotografie und die dabei entstehenden guten Bilder.

Welche Ausrüstung nehme ich mit?

Gewicht ist ein wesentlicher Faktor. Eine kleine, leichte Kamera ist besser als die super tolle digitale Spiegelreflexkamera Ausrüstung, die dann aufgrund des Gewichtes im Hotelzimmer liegen bleibt.
Ein Kameragehäuse, evtl. Ersatzakkus und 1 bis max. 2 Objektive sowie ausreichend große Speicherkarten – nichts ist unangenehmer, als plötzlich ohne Speicherkapazität an einer tollen Location zu sein.

Ein bequemer Kameragurt (Schultergurte sind meist bequemer zu tragen zb. California SunSniper oder Peak Design oder ähnliches) hilft Nackenschmerzen zu vermeiden an langen Tagen.
Polarisations-Filter helfen Spiegelungen zu vermeiden und auch das Blau des karibischen Himmels zu unterstreichen 🙂

Aus Sicherheitsgründen nehme ich noch einen Notebook Computer mit und spiele die Fotos des Tages am Abend im Hotel auf die interne Festplatte – die Speicherkarten werden dabei NICHT gelöscht und bleiben als Sicherungskopie erhalten.

Kameratasche oder Kamera-Rucksack?

Das ist eine Glaubensfrage – letztendlich zahlt es sich aus, die diversen Transportlösungen im Fotofachgeschäft auszuprobieren und auf die bequeme Trageweise zu achten. Hier ist der falsche Ort zum Sparen – der Rücken dankt es einem 🙂
Für den Kamera Transport (speziell Anreise/Flugreisen) verwende ich meist einen Kamera-Rucksack mit Trolley-Funktion (Handgepäckgröße), für schnelle Sachen mit kleinen Kameras tut es oft eine kleine Umhängetasche auch.

Kamerastativ oder keines – und wenn ja, welches?

Die Frage nach dem geeigneten Kamerastativ für die tollen Reisefotos ist so alt wie die Fotografie selbst – letztendlich sollte ein Stativ so leicht und klein wie möglich sein. Das ist aber genau das Gegenteil was ein Stativ sein muss – daher ist jede Lösung ein Kompromiss aus Gewicht, Stabilität, Preis, Packmaß etc.

Für sehr ambitionierte Reisefotografen zahlt sich die Anschaffung einer leichten Carbon-Version aus – wer nicht stundenlang bergwandert wird auch mit einer etwas schwereren, aber wesentlich günstigeren Alu-Variante seine Freude haben. Aber ein gutes Stativ hat seinen Preis – da sollte man schon mind. 200-300€ als absolute Untergrenze einplanen. Ein stabiler Kopf (ob 3-Wege Neiger oder Kugelkopf ist Geschmacksache, von den Pistolengriff-Kugelköpfen kann ich nur abraten – die sind meist nicht stabil genug für schwerere Kameras) ist dabei ebenso wichtig. Ein supertolles Stativ nützt nichts, wenn die kamera zu scher für den Kopf ist und immer langsam ‚aus der Position kriecht‘.

Checkliste:

– Kamera/Objektive (der Batteriegriff bleibt zu Hause aus Gewichtsgründen) – Akkus (mehrere) – Speicherkarten (immer mehr und großzügig planen!!)
– Ladegerät
– Polfilter (evtl. Adapterring für anderen Objektivdurchmesser)
– Microfaserputztuch (manchmal wirds staubig)
– Notebook-Computer
– Schultertragegurt
– Kamera-Rucksack (ist bequemer zu tragen als einseitige Taschen)
– evtl. Stativ – für einfache Anwendungen reicht oftmals sogar der Kamera Rucksack als Kamera-Auflage
– Kabel-Auslöser für Langzeitaufnahmen
– Für Spiegelreflexkameras: Sucherlupe (z.B. Hoodman Hoodloupe) damit man auch bei Sonnenschein am Display noch etwas erkennen kann…
– kleiner Müllsack (wenns mal so richtig regnet…)

Auf den Geschmack gekommen?

Dann begleite uns doch auf eine unserer individuell geführten Fotoreisen.
Was gibt es schöneres, als mit einer kleinen Gruppe Foto Enthusiasten tolle Länder zu bereisen, den Spaß an der Fotografie zu genießen und dabei auch noch ständig etwas dazu zu lernen…